Krisenjahr 2009 gut überstanden
Einstimmig und mit viel Lob von allen Seiten genehmigt wurde der von Finanzreferent und Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel vorgelegte Rechnungsabschluss 2009 der Marktgemeinde Frastanz: Ein Minus bei den Einnahmen und steigende Ausgaben im Gesundheit- und Sozialbereich führten erstmals seit Jahren zu einem negativen Haushaltsergebnis von -141.000 Euro.
Mit 15,17 Millionen Euro war der Gesamtumfang der Einnahmen und Ausgaben im Vorjahr um rund 880.000 Euro niedriger, als ursprünglich budgetiert. Allein bei den Ertragsanteilen des Bundes – dem größten Einnahmenposten - fehlten gegenüber dem Jahr zuvor 425.000 Euro. Auch die gemeindeeigenen Steuern und Abgaben fielen mit 1,92 Millionen Euro um rund 67.000 Euro geringer aus, als im Jahr 2008. Gleichzeitig mussten etwa bei den Beiträgen zum Sozialfond (+114.000 Euro) und zum Spitalfond (+103.000 Euro) kräftige Steigerungen verkraftet werden. Außerdem hat die Marktgemeinde noch die hohen Investitionskosten der letzten Jahre für den Hochwasserschutz zu schultern.
Schon bei der Budgeterstellung für 2009 waren in Frastanz die dunklen Wolken am Konjunkturhimmel registriert worden. „Die Wirtschaftskrise hat uns auch wie erwartet erreicht“, fasst Bürgermeister Gabriel zusammen. Die aus den Vorzeichen abgeleitete besonders zurückhaltende Haushaltsführung, die strenge Einhaltung der Prinzipien Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit sowie weitsichtige Entscheidungen früherer Jahre haben sich in dieser Krise doppelt bewährt.
Beispielsweise konnten durch Umstellungen und entsprechende Investitionen für Solarenergie und den Anschluss an die Biowärme im Sozialzentrum Instandhaltungs- und Betriebskosten im Umfang von 75.000 Euro gespart werden. Ein weiteres kleines Beispiel für vorausschauende Entscheidungen sind die Investitionen für energiesparende Straßenbeleuchtung, die ebenfalls langfristig Früchte tragen.
Der Schuldenstand betrug zum Jahresende 2009, inkl. Leasing 8,8 Millionen Euro. Zieht man davon die Rücklagen ab, so ergibt sich eine Pro-Kopf Verschuldung von unter 1.000 Euro: exakt 997,79 Euro. „Das ist ein durchaus vertretbarer Wert“, so Finanzreferent Mag. Eugen Gabriel.
Bestes Zeugnis vom Prüfungsausschuss
Dass Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel und seine Mitarbeiter im Rathaus mit Hubert Gstach an der Spitze die Gemeindefinanzen bestens im Griff haben, das bestätigte auch der Prüfungsausschuss. Obmann Harald Zwerschina und die übrigen Mitglieder hatten alle Vorgänge und Rechnungen genau unter die Lupe genommen und etwa stichprobenmäßig 250(!) einzelne Rechnungsbelege geprüft: Jeder einzelne war korrekt verbucht.
Vor der Gemeindevertretung gratulierte Zwerschina dem Bürgermeister, dem Gemeindevorstand und den Mitarbeitern im Rathaus: „Die Verantwortlichen der Marktgemeinde Frastanz haben den Gemeindehaushalt 2009 nach den Prinzipien der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit geführt“. Und weiter wird im Prüfbericht bestätigt: „Trotz der rückläufigen Einnahmen und steigenden Ausgaben habe die gute Planung sowie die strikte Einhaltung des Voranschlages dazu beigetragen, dass der im Voranschlag budgetierte Abgang in Höhe von 994.000 Euro weitgehend unterschritten werden konnte“.
Konkret mussten letztlich nur 141.225 Euro Abgang verbucht werden: Und dieses Minus konnte man aus der Entnahme von den Rücklagen ausgleichen. Weil man in den guten Jahren darauf geschaut hat, verfügt die Gemeinde trotz dieser Entnahmen noch über Rücklagen im Umfang von 2,6 Millionen Euro, die für Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit, der Erhaltung der Lebensqualität und der Gemeinsamkeit investiert werden sollen.
Dem uneingeschränkt positiven „Zeugnis“ des Prüfungsausschusses schloss sich die Gemeindevertretung an: Der Rechnungsabschluss 2009 wurde einstimmig genehmigt. Bei aller Freude über diese Anerkennung, mahnt Bürgermeister Gabriel: „Das Haushaltsjahr 2010 wird ein noch schwereres“. Bei den Ertragsanteilen des Bundes und den Gemeindeabgaben ist mit einem Rückgang von -711.000 Euro gegenüber dem Haushaltsjahr 2008 zu rechnen. „Das heißt, dass die Talsohle der negativen Einnahmeentwicklung noch nicht erreicht bzw. durchschritten ist“.
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