Längsschnitt durch die politische Geschichte Vorarlbergs
Die Rheticus-Gesellschaft veranstaltet vom 17. bis 25. März 2010 in Frastanz eine vierteilige Seminarreihe, die sich mit den politischen Erscheinungen in Vorarlberg vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart befasst.
Behandelt werden die verschiedenen Herrschaftsstrukturen, etwa jene des Adels, der bürgerlichen und bäuerlichen Landstände aber auch die Macht und Schwäche der katholischen Kirche. Schwerpunkte liegen auf dem 18. Jahrhundert der Aufklärung, dem Ende des Ersten Weltkrieges und der NS-Zeit, als gewaltige gesellschaftliche und politische Brüche und Veränderungen stattfanden.
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerhard Wanner geht den umstrittenen Fragen nach, ob es in Vorarlberg eine "uralte" demokratische Tradition gab, seit wann es eigentlich das heutige Land Vorarlberg und "den Vorarlberger" gibt.
Die TeilnehmerInnen erfahren vom harten Kulturkampf der konservativen Christlichsozialen mit den aufgeklärten Liberalen im 19. Jahrhundert, und warum sich die Sozialdemokraten nie entscheidend durchsetzen konnten. Gab es vielleicht auch Vorarlberger "Fundamentalisten"?
Welche Rolle spielten die mächtigen Fabrikanten und welche Haltung nahm das erst seit 1918 bestehende Bundesland Vorarlberg zu seinen Nachbarn und zur Bundesrepublik ein? Wie stand es um den "Kanton übrig"?
Und nicht zuletzt werden die politischen Rollen der Frauen Vorarlbergs aufgezeigt. Das Seminar endet mit den Landeshauptleuten Ulrich Ilg und Herbert Kessler, mit der Schiffstaufe in Fußach 1964, der Pro-Vorarlberg-Bewegung 1979 und mit dem Auftreten der "Grünen" 1984.
Seminarreihe
Ort: Gasthaus Sonne, Frastanz
Termine: Mittwoch, 17., Freitag, 19., Dienstag, 23. und Donnerstag, 25. März 2010
Zeit: 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag pro Seminarabend: 5,- Euro
Teilnahme auch an Einzelabenden möglich.
Voranmeldung: verena.valentini@feldkirch.at, 05522/304-1271
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