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Nahwärmenetz: Gemeindevertretung fasst Grundsatzbeschluss


 

 

Bürgermeister Eugen GabrielEin weiterer Meilenstein in Sachen Umweltschutz und Energieeffizienz wird in der Marktgemeinde Frastanz vorbereitet. Nach umfangreichen Vorerhebungen und der Erstellung einer Grobstudie durch die Marktgemeinde Frastanz ist seit dem Frühjahr eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Marktgemeinde Frastanz, der E-Werke Frastanz und der Pfarre Frastanz dabei, Möglichkeiten und Chancen eines Nahwärmenetzes für Frastanz zu untersuchen.

 

Projektleiter Ing. Emanuel Gstach präsentierte die vorläufigen Ergebnisse bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung. Mit dem heimischen Rohstoff Holz betrieben, soll ein nach neuesten technischen Möglichkeiten ausgerüstetes Biomasse-Heizwerk das Zentrum der Marktgemeinde umweltfreundlich mit Wärme versorgen.

 

Nachhaltigkeit
Ein solches Nahwärmenetz könnte demnach nicht nur im Sinne des Umweltschutzes und der nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung der heimischen Wälder von großem Nutzen sein: Auch wirtschaftlich dürfte sich ein solches Wärmenetz rechnen: Und zwar gleichermaßen für die Betreiber der Anlagen als auch für jene Betriebe und Privaten, die sich an dieses Wärmenetz anschließen. Das ist das Ergebnis der Kalkulationen, die auf Basis möglicher langfristiger Holz-Lieferverträge und der bekannten Systemkosten angestellt wurden.

 

„Energiefabrik“ als Standort
Eine „zentrale Frage“ für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Biomasse-Heizanlage ist die Lage des Heizwerkes: Sie muss bei oder in nächster Nähe zu großen und möglichst vielen Abnehmern situiert werden – so zentral als möglich. Unter den näher untersuchten möglichen Standorten hat sich jener bei der „Energiefabrik an der Samina“ als bestgeeignet herausgestellt. Von hier aus können zahlreiche Gemeindegebäude wie das Rathaus, die Volksschule, das Sozialzentrum, oder der Adalbert-Welt-Saal mit Wärme versorgt werden. Die Energiefabrik selbst – sie gehört den E-Werken, die das Nahwärmenetz errichten und betreiben würde -, soll ebenso angeschlossen werden. In direkter Nachbarschaft sind außerdem weitere kleinere und größere Betriebe sowie zahlreiche private Häuser, die durch einen Anschluss an das Nahwärmenetz ebenfalls Energiekosten sparen könnten.

 

Potenzial vorhanden
Die Aussichten sind also sehr positiv und die Stimmung in der „e5-Gemeinde“ ist optimistisch. „Die Arbeitsgruppe hat das große Potenzial eines Frastanzer Nahwärmenetzes sehr eindrucksvoll aufgezeigt“, lobt Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel. Mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung hat sich die Marktgemeinde Frastanz für die Abnahme der Wärmeenergie für gemeindeeigene Gebäude im Zentrum von Frastanz ausgesprochen und somit die Weichen für die Realisierung der Anlage gestellt. Zum Optimismus des Gemeindechefs trägt auch bei, dass mit den E-Werken Frastanz ein starker und verlässlicher Partner gefunden wurde. „Wenn das Projekt zustande kommt, bleiben die E-Werke Frastanz ihrem Grundsatz treu, Wärme- und Energielieferant zu sein“, so der Geschäftsführer der E-Werke Frastanz, Rainer Hartmann.

 


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