Gemeinsam mit interessierten FrastanzerInnen die Zukunft von Frastanz aktiv gestalten: Mit diesem Ziel startete die Marktgemeinde Frastanz im Frühjahr 2011 einen Gemeindeentwicklungsprozess. Mitte Oktober wurden in der Sitzung der Gemeindevertretung interessante Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert.
Wie wird Frastanz in fünf, zehn oder zwanzig Jahren ausschauen? Was soll bewahrt werden, wo sind unbedingt Änderungen notwendig, welche Verbesserungen möglich? Weil sich Zukunft am besten vorhersagen lässt, wenn man sie aktiv gestaltet, wurde in Frastanz ein Gemeindeentwicklungsprozess gestartet. Unter der fachkundigen Leitung des Dornbirner Fachbüros ISK (Institut für Standort- Regional- und Kommunalentwicklung) waren alle FrastanzerInnen eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Durch das Ausfüllen von Fragebögen oder die Teilnahme an Diskussionsrunden und Arbeitsgruppen oder mit dem Besuch einer öffentlichen Gemeindeinformationsveranstaltung im Adalbert-Welte-Saal haben von diesem Angebot zahlreiche Freiwillige Gebrauch gemacht. „Für die aktive Teilnahme an diesem Prozess möchte ich mich bei allen Frastanzerinnen und Frastanzern ausdrücklich bedanken“, betonte Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel die große Bedeutung der Bürgerbeteiligung für diesen Prozess.
DI Dr. Gerald Mathis und Mag. Marco Fehr vom ISK berichteten der Gemeindevertretung, was bisher geschehen ist und zeigten auf, wie der Prozess in konkrete Ergebnisse münden kann. Insgesamt zehn Handlungsfelder wurden definiert. Nach einer Bestandsaufnahme und Veränderungsvorschlägen werden mögliche und gewünschte Maßnahmen aufgezeigt. Dabei soll immer auch auf die (finanzielle, rechtliche und technische) Machbarkeit geachtet werden. „Es nützt ja nichts, Bürgerbeteiligung als ein Wunschkonzert zu definieren. Wenn am Ende nichts rauskommt, sind alle frustriert“, so DI Dr. Mathis.
Als wichtigstes Zukunftsthema für Frastanz wird die Gestaltung des Ortskerns angesehen. Im Bereich um das Rathaus, dem Gemeindepark und dem alten Kindergarten soll ein attraktives Dorfzentrum mit Geschäften, Wohnungen, Dienstleistungseinrichtungen und Ruhezonen entstehen. Dafür wird die Gründung einer - nicht auf Gewinn ausgerichteten – Produktions- und Strukturgenossenschaft (PSG) angeregt. Diese PSG soll sich um ein sogenanntes Flächenmanagement bemühen.
„Der Entwicklungsprozess hat viele Chancen aufgezeigt“, fasst Bgm. Gabriel zusammen. Die Gemeindevertretung ist sich einig, dass dieser Entwicklungsprozess konsequent weiter bearbeitet werden soll. „Auch in der Zukunft hoffen wir dabei auf die rege Beteiligung der Bevölkerung, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung für ein lebenswertes Frastanz“, so Bgm Gabriel.
Die 10 Handlungsfelder beinhalten folgende Schwerpunktthemen:
• Zentrumsentwicklung und Außenraumgestaltung
• Wirtschaftsentwicklung, Flächenmanagement und Nachnutzung
• Jugend, Senioren und Soziales, Sozialkapital
• Hotel – Brauerei, Schlafzentrum, Museum und Tourismus
• Integration
• Naturraum, Naherholung und Freizeit
• Gemeindemarketing und Identität
• Verkehr
• Energie und Umwelt
• Interkommunale Zusammenarbeit