Interessierte schauen sich einen Plan der Verkehrsplanung Feldkirch Süd an

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Was bedeutet der Stadttunnel für die Bewohner der Letze?

LueftungsbauwerkGut besucht war die Veranstaltung zum Stadttunnel Feldkirch im Frastanzer Feuerwehrhaus am 19. November 2013. Luft- und Verkehrs-Experten informierten die 130 Besucher über Veränderungen auf der Letze durch den geplanten Stadttunnel Feldkirch. Außerdem wurden erstmals die Entwürfe der Architekten Marte&Marte für die Gestaltung des Lüftungsbauwerks am Stadtschrofen präsentiert.

Projektleiter Arno Schwärzler bezeichnete den Stadttunnel Feldkirch als „Jahrhundert-Chance“ für die städtebauliche Entwicklung der Region Feldkirch/Frastanz. Die Luftbelastung in der Feldkircher Innenstadt ist die dritthöchste in Österreich und verlangt daher gesetzlich Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Mit dem Bau des Stadttunnels werden Lärm, Schadstoffbelastung sowie die Belastung durch den Verkehr im Raum Feldkirch/Frastanz in Summe niedriger. Auch für die Bewohner der Letze bringt der Stadttunnel Feldkirch eine deutliche Verkehrsentlastung.

70 Prozent weniger Autos über die Letze
Der Schleichwegverkehr, der die Letze vor allem in den Morgen- und Abendstunden stark belastet, wird durch den Stadttunnel deutlich reduziert. Mit dem Stadttunnel gebe es keinen vernünftigen Grund mehr über die Letze auszuweichen, weil der Weg durch den Tunnel viel kürzer und schneller ist, so Arno Schwärzler. Die Verkehrsplaner haben für die Letze eine Verkehrsentlastung um täglich 900 Fahrzeuge berechnet. Ein weiterer Vorteil für viele Bürger: Die Hochspannungsleitung in Maria Grün wird in den Stadttunnel verlegt und die Freileitung kann abgebaut werden.

Luftqualität auf der Letze bleibt gut
Zu Diskussionen hat das umstrittene Lüftungsbauwerk am Stadtschrofen geführt. Luftexperte Universitätsprofessor Sturm stellte klar, dass die Luftqualität auf der Letze auch mit dem Lüftungsbauwerk gut bleibe. Der Stadtschrofen sei ein idealer Standort, weil hier durch die Lage des Bauwerks die Abluft sofort in hohe Luftschichten verfrachtet werden kann. Dadurch werde es selbst am Boden in unmittelbarer Umgebung des Lüftungsschachtes keine relevante Zusatzbelastung geben.

Auch zum Thema der Filteranlagen konnte Prof. Sturm Klarheit schaffen: Nach Berechnungen der Experten der Technischen Universität Graz (im UVP-Verfahren) ist ein Filter nicht notwendig und auch nicht sinnvoll. Eine Filteranlage würde die Belastung von Menschen und Tieren durch Feinstaub nur um weniger als 0,01 % senken. Der Einbau eines Filters ist aus gesundheitlichen Überlegungen daher nicht gerechtfertigt, würde jedoch einen hohen Energieverbrauch verursachen.

Moderne Gestaltung: eine begrünte Skulptur
Die renommierten Vorarlberger Architekten Marte&Marte präsentierten einen Entwurf für die Gestaltung des Lüftungsbauwerkes. Eine Skulptur in Form eines monolithischen Baukörpers mit polygonalen Flächen soll es werden. „Diese Formensprache, die sich an der jahrhundertealten Faltkunst Origami orientiert, wird sich auch in der Portalgestaltung wiederfinden“, erklärte Architekt Stefan Marte. Aus Rücksicht auf die Umgebung auf der Letze ist eine Begrünung des Gebäudes geplant.

Persönliche Gespräche mit Experten
Nach der Diskussion nutzten zahlreiche interessierte Bürger die Gelegenheit, ihre Fragen mit den Experten im persönlichen Gespräch zu beantworten. Anhand von großen Übersichtstafeln und Plakaten konnten auch kritische Themen im Detail behandelt und in einer sachlichen Diskussion verständlich gemacht werden.

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Umweltverträglichkeitsprfpung für Stadttunnel Feldkirch

Am 11. September 2013 wurden die gesamten Unterlagen bei der prüfenden Behörde im Landhaus in Bregenz eingereicht. Mit einem Bescheid wird in ein bis eineinhalb Jahren gerechnet.



Stadttunnel 3D Visualisierung






















Drei Jahre lang wurden die Auswirkungen des Projekts auf Umwelt, Natur, Landschaft und Menschen, aber auch auf Wirtschaft und Tourismus untersucht. Jetzt wird die Behörde das erste Straßenbauprojekt in Vorarlberg prüfen, für das eine Genehmigung nach dem UVP-Gesetz angesucht wurde.

Mit der Einreichung des Projekts bei der Behörde beginnen jetzt die umfangreichen Prüfungen der Unterlagen. Tausende Blätter Papier und hunderte Quadratmeter Pläne voller Daten, Messungen und Berechnungen befinden sich in Boxen, in denen das Einreichprojekt an die verschiedenen Stellen und Behörden übergeben wird.

Erhoben wurden sämtliche Bereiche, die durch das Projekt Stadttunnel Feldkirch während der Bauphase und anschließend im Betrieb direkt oder indirekt betroffen sein können. Das sind Veränderungen von Orts- und Landschaftsbild, umwelttechnische Auswirkungen im Hinblick auf Luft und Wasser, Fauna und Flora sowie Klima und Boden. Auch die Auswirkungen auf die umliegenden Siedlungsgebiete durch Lärm und Erschütterungen wurden analysiert, genauso wie die Folgen für Wirtschaft und Tourismus und die unter Denkmalschutz stehende historische Altstadt. Ein weiterer wesentlicher Teil der Untersuchungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist die Bewertung der verbesserten Verkehrssituation in und um Feldkirch.

Ziele und Zusatznutzen
Ziel des Projekts Stadttunnel Feldkirch ist es, die Luftschadstoffsituation zu verbessern und die Verkehrssituation in Feldkirch und den umliegenden Wohngebieten nachhaltig zu entlasten. Die Vorarlberger Energienetze GmbH hat die Absicht, im Rahmen ihrer Verkabelungsstrategie eine Freileitung im Bereich Frastanz Maria Grün in den Tunnel zu verlegen.

„Städtebaulich und landschaftlich ist der Stadttunnel Feldkirch für die gesamte Region die optimale Lösung“, ist Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel überzeugt. „Für Frastanz bringt der Stadttunnel Feldkirch den Vorteil, dass das Wohngebiet auf der Letze stark entlastet wird, gleichzeitig kann man über den Tunnel wichtige Einrichtungen in Feldkirch wie das Landeskrankenhaus von Frastanz aus besser erreichen“, so Gabriel weiter. Mit der Erhaltung des Frastanzer Riedes sieht der Bürgermeister eine wesentliche Frastanzer Forderung erfüllt, da keine Straßenführung das Naturjuwel durchqueren wird.

Radwegenetz und S-Bahn
Im Zuge des Stadttunnel-Projektes wird das überregionale Radwegenetz zwischen Feldkirch und Frastanz über die Felsenau erneuert und verbessert. „Diese aufwendige Lösung wäre ohne Tunnel nicht machbar“, sieht Gabriel auch klare Vorteile für RadfahrerInnen. Die Begleitmaßnahmen bringen auch Vorteile für den öffentlichen Verkehr: So ist auch die S-Bahn FLACH ein wesentlicher Teil dieser Verkehrslösung, die in Abstimmung mit der Feldkircher Verkehrsplanung erfolgt.

Bürgerbeteiligung
Insgesamt acht Jahre haben die Vorbereitungen und Planungen für den Stadttunnel Feldkirch in dieser Variante gedauert. Jahrelang waren Anrainer, Bevölkerung und auch das benachbarte Liechtenstein eingeladen, in zahlreichen Veranstaltungen und Gesprächen ihre Vorschläge für eine verbesserte Verkehrssituation in der Region Feldkirch einzubringen.

Ablauf der Umweltverträglichkeitsprüfung
Die gesamten Unterlagen wurden am 11. September 2013 bei der prüfenden Behörde im Landhaus in Bregenz eingereicht. In einem ersten Schritt kontrollieren Sachverständige die Plausibilität und Vollständigkeit des Einreichprojektes. Insgesamt werden von der Behörde 23 Sachverständige bestimmt, die das Projekt prüfen sollen. Allenfalls werden in einem sogenannten „Verbesserungsauftrag“ von der Behörde weitere Unterlagen nachgefordert. Diese Prüfungen umfassen das gesamte Projekt – vom Bau bis zum laufenden Betrieb.

Das Einreichprojekt wird nach diesen Ergänzungen in seiner endgültigen Fassung voraussichtlich ab 2014 öffentlich aufgelegt und ab diesem Zeitpunkt der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Interessierte werden dann die Möglichkeit haben, den Standortgemeinden und bei der UVP-Behörde im Landhaus Einsicht zu nehmen. Die Behörde wird ihre Erhebungen mit einer öffentlichen mündlichen Verhandlung abschließen. Erst dann folgt der Bescheid der Behörde zum Stadttunnel Feldkirch in etwa ein bis eineinhalb Jahren.

Zeitplan
• Öffentliche Auflage der UVP-Unterlagen (ca. Anfang 2014)
• Baubeginn Stadttunnel Feldkirch 2016
• Teilverkehrsfreigabe 2022
• Verkehrsfreigabe gesamter Stadttunnel Feldkirch im Jahre 2023

Zahlen & Fakten
• Gesamtlänge Stadttunnel Feldkirch ca. 3.950 m
• Durchmesser unterirdischer Kreisverkehr ca. 70 m
• Gesamtkosten 226,5 Mio. Euro (inkludiert Baukostenindex hochgerechnet Fertigstellung)

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